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Das Grauen im Auge
Sie fühle sich unendlich alt, sagte sie vor zwei Jahren in einem Gespräch in einer kleinen Stadt in Baden-Württemberg. Jeder Teil ihres Körpers, jede Haarsträhne habe sich verändert in den drei Monaten, in denen sie von einem Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vergewaltigt, verprügelt und gedemütigt wurde. Heiraten, eine Familie gründen? ,,Das schließe ich aus."
Nadia Murad wurde zusammen mit dem kongolesischen Arzt Denis Mukwege mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Der Friedensnobelpreis würdigt in diesem Jahr ,,Anstrengungen, der sexuellen Gewalt als Kriegswaffe ein Ende zu bereiten", wie die Vorsitzende des Nobelkomitees Berit Reiss-Andersen am 5.Oktober in Oslo sagte.
Das ist der gemeinsame Hintergrund, der die Jesidin Nadia Murad und den kongolesischen Gynäkologen Denis Mukwege verbindet. Mukwege hat mehr als
40 000 Frauen behandelt. Er versucht die Zerstörungen, die ihnen angetan wurden, zu heilen. Die Opfer, zunehmend auch Männer und Jungen, werden in vielen Fällen stigmatisiert, ihre Gesundheit ruiniert, der Zusammenhalt und das soziale Gefüge ganzer Gesellschaften auf Generationen zerstört. Manchmal sitzt Mukwege abends in seinem Büro und weint, er fragt sich in diesen Momenten, warum die Welt so ist, wie sie ist. Seit zwanzig Jahren ist Mukwege, 63, Chefarzt in Bukawu, einer Millionenstadt am Kiwusee.
Nadia Murad ist weltweit tätig als Sonderbotschafterin der Vereinten Nationen für die Opfer von Menschenhandel und in aller Welt bekannt als Aktivistin für geknechtete Frauen.
Ihre Geschichte ist nach wie vor ein Albtraum. Das Dorf im Sindschar-Gebirge, in dem sie aufgewachsen war, wurde im August 2014 vom IS überfallen. Ihre Mutter und sechs Brüder wurden getötet, 40 Mitglieder der Familie verloren ihr Leben, viele wurden verschleppt. Sie selbst wurde in Mosul an einen 1S-Kämpfer verkauft. Nach drei Monaten gelang ihr die Flucht. Ende 2015 erzählte sie ihre Geschichte vor dem Sicherheitsrat der UN.
Was Nadia Murad erlebt hat, ist international geächtet - und dennoch weit verbreitet. Laut den Vereinten Nationen übten allein 2017 mindestens 47 Kriegsparteien, meist nicht staatliche Gruppen, systematisch sexualisierte Gewalt im Zuge von Konflikten in 13 Ländern aus.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres sagte bei der Vorstellung des UN-Berichtes für 2017: ,,Vergewaltigung und sexuelle Gewalt sind Taktiken des Kriegs und Terrorismus, die strategisch genutzt werden, Menschen zu demütigen, zu erniedrigen und zu zerstören."
Mukwege verlangt, die Verantwortlichen endlich zu bestrafen. Auch das verbindet ihn an diesem Tag mit Nadia Murad und mit dem Nobelkomitee. Denn, wie deren Vorsitzende Reiss-Andersen sagte: Man wolle die Botschaft aussenden, dass Frauen als Waffe im Krieg benutzt würden, dass sie Schutz brauchten und ,,dass die Täter bestraft werden müssen".
Wer denkt nicht ebenso!

(aus Informationen zur Hand, zusammengestellt)

Achim Klaschka
Veranstaltungskalender
Pfarrei St. Josef
23.10.18 "Sterne basteln Kreativnachmittag"
26.10.18 "Spielabend St. Marien"
30.10.18 "Waffelbacken im Generationentreff "der KiTa St. Marien
03.11.18 "Büchertrödel"
04.11.18 Sonntagsgespräch der KAB St. Marien
06.11.18 "Bus-Service"
13.11.18 "St. Martin"
20.11.18 Kinonachmittag"Film ab"
30.11.18 BARBARAMARKT
01.12.18 BARBARAMARKT

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