Wort der Woche

Liebe Mitchristen in St. Josef!
Ältere unter uns können sich noch gut erinnern, dass früher Tannenbäume und Krippen bis Mariä Lichtmess in den Kirchen und Wohnungen standen. Die Bäume blieben stehen, „bis die letzte Nadel vom Baum gefallen war“.

Vor Wochen schon wurden diese äußeren Zeichen der Weihnacht aus unseren Wohnungen und Kirchen beseitigt und all die „Power“, die monatelang in die Vorbereitung des Weihnachtsfestes gesteckt wurde, scheint verflogen und die „weihnachtlichen Gefühle“ sind vorbei.

Der Alltag hat uns schon längst erreicht.
So ist das Leben.
Kaum Raum und kaum Zeit etwas in Ruhe genießen zu können,
da treibt uns schon das Nächste.
Und wir treiben mit.

„Wer rastet, der rostet!“
„Der frühe Vogel fängt den Wurm!“
Es sind Redensarten aus vergangenen Tagen und sie sind nicht erst in dieser Zeit entstanden.

Rastlosigkeit und Betriebsamkeit können wir nicht immer nur mit der hektischen und so schnelllebigen Zeit von heute entschuldigen, in der wir leben.

Im Evangelium vom heutigen Sonntag wird berichtet, dass Jesus nach einem „arbeitsreichen Tag“ ebenfalls die Stille sucht, um Gott nahe zu sein.

Es liegt an uns selber, ob wir innehalten, ruhen, genießen,
Kraft tanken und uns eine Atempause für Leib und Seele gönnen.

Carpe diem! - Gut, dass es den Sonntag gibt!

Hans-Peter Niedzwiedz